©Sigrid Allerstorfer
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Die Aromawerkstatt
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Ätherische Öle?

Ätherische Öle sind flüssige Bestandteile einer duftenden Pflanze und werden von ihr zur Kommunikation mit anderen Pflanzen, zur Anlockung von Nützlingen und zur Abwehr von Schädlingen produziert. Sie werden auch als „Seele“ der Pflanzen bezeichnet.

Um sie für uns nutzbar zu machen werden sie in den meisten Fällen durch Wasserdampfdestillation von verschiedenen Bestandteilen der Pflanze gewonnen (Blätter, Blüten, Holz, Wurzel, Harz etc). Ein wertvolles Nebenprodukt dieser Gewinnungsart ist übrigens das Pflanzenwasser – auch „Hydrolat“ genannt.

 

Das wohl bekannteste Beispiel ist das Lavendelöl. Um 1 kg echtes, 100% naturreines ätherisches Lavendelöl zu bekommen, benötigt man 120 kg der Rispen. Es handelt sich also um hochkonzentrierte Stoffe, die mit entsprechender Vorsicht zu genießen sind.  

Wir Aromapraktikerinnen sollten also nicht nur über die Inhaltsstoffe Bescheid wissen, sondern auch über potentielle Neben- und Wechselwirkungen der einzelnen Öle. So muss man wissen, dass Rosmarin-Öl nicht bei Bluthochdruck verwendet werden sollten. Da es sich um ein anregendes Öl handelt, ist auch von einer Anwendung am Abend vor dem Schlafen-gehen abzuraten.

 

Das wunderbare an den Ölen ist jedoch, dass sie „leben“. Auch wenn die Inhaltsstoffe mehr oder weniger ähnlich bleiben, sind sie dennoch von Ernte zu Ernte in ihrer Zusammensetzung unterschiedlich. Je nach Lage, Wetterbedingungen, Bodenbeschaffenheit und Sonneneinstrahlung passt sich die Pflanze an die Gegebenheiten neu an und produziert entsprechend ihre Öle.

Was bedeutet das für uns?

 

Dazu ein Beispiel, welches ich persönlich immer wieder erzähle: Melisse (Melissa off.) ist das wohl bekannteste Öl, das bei allen Arten von Herpes (Herpes labialis, H. genitalis, H. zoster) zum Einsatz kommen sollte. Wenngleich Melisse das Virus nicht ausrotten kann, so kann dieses ätherische Öl den Ausbruch drastisch verkürzen (das Hydrolat der Melisse übrigens auch!). Egal, wie oft man das Öl anwendet – es hilft, weil das Öl von Fläschchen zu Fläschchen eine etwas andere Zusammensetzung hat und sich das Virus damit nicht daran gewöhnen kann. Resistenzen bleiben aus.

Ist das nicht wunderbar?

 

Wie können ätherische Öle wirken?

 

Aufgrund der chemischen Zusammensetzung ist die Wirkung ätherischer Öle so vielfältig wie die Natur. Im menschlichen Organismus können sie sowohl auf seelischer als auch auf körperlicher Ebene wirken. 

 

Wichtig zu wissen ist an dieser Stelle, dass ich hier immer von 100% echten, naturreinen ätherischen Ölen spreche. Das bedeutet, dass es sich um keine synthetisch hergestellten oder chemisch veränderten Öle handelt. Bei einigen Ölen (Bsp. Rose oder Lavendel) kennt man die chemische Zusammensetzung zu etwa 80%, die restlichen 20% bleiben (noch) im Verborgenen – auch wenn es sich dabei teilweise um winzige Mengen an Inhaltsstoffen handelt, so ist jeder davon essentiell und unverkennbar mit der Wirkung des Öls verbunden. 

Betrachten wir uns zum Beispiel die Zusammensetzung von Lavendel (Lavandula angustifolia) und der Wirkung der einzelnen Bestandteile:

  • 40-50% Ester (Linalylacetat): stark spasmolytisch auf den Verdauungstrakt, Angst-lösend, sedativ (schlaffördernd), antimykotisch, sehr hautfreundlich, regulierend auf die Herztätigkeit
  • 25-35% Monoterpenole (Linalool): antiinfektiös, immunmodulatorisch, pflegend & hautregenerierend, stimmungsaufhellend, neurotonisch
  • 9% Monoterpene (v.a. cis-ß-Ocimen): leicht stimulierend, tonisierend, antiseptisch, lokal anästhetisch
  • 6% Sesquiterpene (ß-Caryophyllen): beruhigend, stabilisierend, immunmodulatorisch, antiphlogistisch, antiallergisch, hautregenerierend
  • in Spuren Monoterpen-Keton (Campher): in niedriger Dosis extrem epithelisierend (zell-regenerierend), sympathikoton (Aktivität des Gehirns wird gesteigert), schleimlösend, immunstimulierend

Und dies alles ist in einem Öl enthalten. Als Aromapraktikerin bin ich mir dessen bewusst. Daher ist eine ausführliche Beratung bei der Bearbeitung eines bestimmten Themas unumgänglich, da ich nicht nur die Wirkung, sondern auch die einzelnen Neben- und Wechselwirkungen berücksichtigen muss. 

Wie gelangen ätherischen Ölen in den Körper?

 

Die Inhaltsstoffe von dem ätherischen Ölen gelangen durch unsere Haut und Nase in den Körper.  Innerhalb kurzer Zeit können sie Reaktionen im Gehirn auslösen und sind im Blut nachweisbar. 

 

Dabei gibt es verschiedenste Anwendungsmöglichkeiten, wie ätherische Öle in den Körper gelangen können:

  • Duftlampe
  • Einreibungen
  • Wickel
  • Aromabad
  • Aromadusche
  • Inhalation
  • und vieles mehr

August 2017

Aromarunde

Im August wird es um dieses Thema gehen:

 

"Mein Aroma-Hausapotheke: die wichtigsten Öle für jeden Tag" 

 

Sie findet am 17.08.2017,

17-19 Uhr statt!

 

 Du kannst dich schon jetzt anmelden!

September 2017

Aromarunde

Im September wird es um dieses Thema gehen:

 

"Ätherische Öle für SIE" 

 

Sie findet am 08.09.2017,

17-19 Uhr statt!

 

 Du kannst dich schon jetzt anmelden!

Neu: Seminar

Erstmals biete ich ein Seminar zu diesem Thema an:

 

"Einführung in die Aromatherapie" 

 

Dieses findet am 30.09.2017,

9-13 Uhr statt!

 

 Du kannst dich schon jetzt anmelden!

Kontaktdaten

 

Die Aromawerkstatt

Mag.Dr. Sigrid Allerstorfer

Flugfeldstraße 49/54

1220 Wien

 

+43 664 886 52 848+43 664 886 52 848

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